DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen / Landesverband Nordrhein-Westfahlen

Kölner Gespräche der DGVN NRW zum Völkerstrafrecht 2007

Als ein Höhepunkt im Jahr 2007 ist sicherlich die Schaffung der Reihe „Kölner Gespräche der DGVN NRW zum Völkerstrafrecht“ zu nennen, deren Symposien in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Kreß, LL.M. (Cambridge) (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Europäisches Strafrecht, Völkerstrafrecht, Universität zu Köln) veranstaltet wurden.

Das Völkerstrafrecht stellt gegenwärtig eine der spannendsten Materien des Völkerrechts dar. Die Verfahren gegen Slobodan Milosevic (†), Charles Taylor und Thomas Lubanga verdeutlichen, dass sich politische und militärische Führer darauf einstellen müssen, ggf. auch im Rahmen eines internationalen Strafverfahrens zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Schaffung von originär völkerrechtlichen Straftatbeständen und einer individuellen Verantwortlichkeit stehen zudem im Dienst der Menschenrechte und stellen Meilensteine der Entwicklung des Völkerrechts dar, an der die Vereinten Nationen ihren besonderen Anteil haben. Dies nachzuvollziehen und zu verdeutlichen, soll die Aufgabe der neuen Veranstaltungsreihe sein, die auf Initiative des damaligen 2. stellvertretenden Vorsitzenden der DGVN NRW, Michael Fremuth, von diesem gemeinsam mit der Vorsitzenden der DGVN NRW, Sabine Birken, entwickelt wurde. In ihrem Rahmen werden regelmäßig Referenten die verschiedenen Aspekte des Völkerstrafrechtes beleuchten und in der anschließenden Podiumsdiskussion dem Publikum Rede und Antwort stehen.

 

1. Kölner Gespräch der DGVN NRW zum Völkerstrafrecht:

Samstag, 21. Juli 2007, um 10 Uhr im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz (Hauptgebäude), 50923 Köln mit einem Einführungsvortrag der Vorsitzenden Sabine Birken zum Thema: „Das Ende der Straflosigkeit von Kriegsverbrechen? Menschenrechte im Spannungsfeld der internationalen Strafgerichtsbarkeit – Realitäten und Perspektiven“ und einem Vortrag von RA Jan Erik Wetzel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Völkerrecht
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
mit anschliessender Podiumsdiskussion unter der Leitung von Michael Fremuth.

Einladung

 

2. Kölner Gespräch der DGVN NRW zum Völkerstrafrecht:

"Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) - Entwicklung, Bilanz und Zukunft" am 27. Oktober 2007 in Köln um 11 Uhr mit Vorträgen von Prof. Dr. Claus Kreß (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Europäisches Strafrecht, Völkerstrafrecht, Universität zu Köln) „Die Gründung des IStGH als Wendepunkt der Völkerstrafrechtsgeschichte“; S. E. Hans-Peter Kaul (Richter am Internationalen Strafgerichtshof, Präsident der Pre-Trial Division, Den Haag, Botschafter a. D.) „Der IStGH fünf Jahre nach dem Inkrafttreten seines Gründungsvertrages – Zwischenbilanz und Ausblick“; Vorsitzende der DGVN NRW Sabine Birken zum Thema „Vom internationalen Strafrecht zum Weltstrafrecht – der IStGH als Weltstrafgerichtshof?"; die abschließende Podiumsdiskussion moderierte Dr. Christoph Zöpel (Publizist, Staatsminister im Auswärtigen Amt a. D., Minister des Landes Nordrhein-Westfalen a. D.)

Einladung

Kurzbericht von Michael Fremuth